atlantische depeschen

° januar / februar 2020

Dra­ma­ti­sche Tage erleb­te der Rei­se­jour­na­list Joe Ellis, nach­dem er das Laborschiff MS Seatown per­sön­lich besuch­te. Das Schiff hava­rier­te am 28. Sep­tem­ber 2016. Ver­mut­lich war Joe Ellis der ein­zig Über­le­ben­de auf hoher See. Er konn­te sich auf eine See­not­ret­tungs­in­sel ret­ten, die sich gegen die Strö­mung nord­wärts auf dem Atlan­ti­schen Oze­an beweg­te. Meh­re­re Tage lang berich­tet Joe Ellis von sei­ner gefahr­vol­len Exis­tenz an Bord des klei­nen Luft­schif­fes, von Ent­beh­run­gen, von Furcht, von der Bedro­hung durch außer­ge­wöhn­li­che Wal­fisch­per­sön­lich­kei­ten, ins­be­son­de­re auch von  Begeg­nun­gen mit Men­schen, die das gewal­ti­ge Schiff vor des­sen Unter­gang bewohn­ten. Er selbst nann­te jene Doku­men­te sei­ner aben­teu­er­li­chen Rei­se Atlan­ti­sche Depe­schen. Sie wur­den unter sehr schwie­ri­gen Bedin­gun­gen auf­ge­zeich­net. Joe Ellis notiert am ers­ten Tag sei­ner Rei­se: 8.58 a.m. — Ich schrei­be 10 Sät­ze, dann spre­che ich 10 Sät­ze, die ich notiert habe, und schon ist der Strom mei­ner Schreib­ma­schi­ne zu schwach gewor­den, um wei­ter spre­chen oder schrei­ben zu kön­nen. Dann kur­be­le ich. Ich kur­be­le so lan­ge, bis ich wie­der aus­rei­chend Strom erzeugt habe, um mei­ne Nach­richt sen­den zu kön­nen. Ich kur­be­le 5 Minu­ten für 10 kur­ze Sät­ze in Zei­chen und Wor­ten. Ich kur­be­le 3 Minu­ten für das Sen­den der Nach­richt. ~

 

/  Berüh­ren­de und auf­wüh­len­de
Berich­te des Rei­se­jour­na­lis­ten Joe
Ellis.
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