stralsund z‑07

° januar / februar 2020

Das Unsicht­ba­re, das sicht­bar und spür­bar wird, sobald es sich nähert, dann Platz nimmt in Lun­ge, Gehirn und Bauch, um sich zu ver­meh­ren. Und die­se selt­sa­men Namen: Sars und Coro­na und Lha­sa. Ob es mög­lich ist, Mole­kü­le so zu kon­stru­ie­ren, dass man sie mit­ein­an­der ver­bin­den könn­te, wie man will? Arbei­ten in der Art und Wei­se wie Kin­der mit Lego­stei­nen spie­len. Die­ses Modul öff­net die Haut. Und die­ses Modul hier här­tet mensch­li­che Zel­len aus, Kno­chen, wohl­ge­formt, und mit die­sem Modul hier könn­ten zusätz­li­che Ohren zu erzeu­gen sein, oder Nie­ren, oder Abwehr­schir­me, die gefähr­li­che Lebe­we­sen von mir wei­sen. Aus­den­ken kann ich mir fast alles, ich muss nur irgend­wo einen ers­ten Stein erfin­den, und dann geht es los. Auch das Glück und die Illu­si­on von Sicher­heit kann erfun­den sein. Ich habe also zunächst einen Namen: Stral­sund z‑07.

 

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