pinus pinea hz-27

° januar / februar 2020

Lil­li erzähl­te am Tele­fon von der Erfin­dung beson­de­rer Pini­en­bäu­me, die einer­seits wach­sen, ande­rer­seits nie­mals bren­nen sol­len. Das sei näm­lich so, erzähl­te Lil­li, bei die­sen Pini­en­bäu­men wür­de es sich um pflanz­li­che Lebe­we­sen han­deln, aber zugleich sei­en sie auch von Stein, weil eine feu­er­re­sis­ten­te Haut ihre Blät­ter umhül­le, die das ein­fal­len­de Licht zu Pflan­ze hin ver­stär­ke, eine Haut feins­ter Kris­tal­le, wes­we­gen die Blät­ter der Pflan­ze und ihr Stamm röt­lich schim­mer­ten, eine Haut, die wie ein Pan­zer wir­ke, ein Schutz. So etwas könn­ten wir gut gebrau­chen, sag­te Lil­li, mei­ne Mut­ter lei­det an Demenz und sie raucht und wir kön­nen nicht schla­fen, weil sie eigent­lich in einem Zim­mer von Asbest leben müss­te. Aber so ein Zim­mer sei gif­tig, das gehe also nicht und umzie­hen gehe zur­zeit auch nicht, da hel­fe nur zu beten oder eine Möbel­haut, wie die der Pini­en, von der sie hör­te, gleich­wohl am Tele­fon, ich wür­de ihr doch unlängst erst von Pini­en­bäu­men berich­tet haben. Erstaun­lich, sag­te Lil­li, dass Du Dich nicht erin­nern kannst. — stop

 

/ Wüs­ten­ge­schich­te oder eine
Geschich­te vom War­ten
in der Wüs­te
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