nahe maradah

° januar / februar 2020

Irgend­wann ein­mal träum­te ich von sehr klei­nen Men­schen, das waren Bon­sai­men­schen gewe­sen, eine Hand­voll Per­so­nen jün­ge­ren Alters, sie waren nicht grö­ßer als 36 cm. Ich saß im Traum nahe einer klei­nen Stadt im Distrikt Al Wahat in der Regi­on Cyre­nai­ca im Nord­os­ten Liby­ens. Am Ran­de der Stadt war ein Zelt errich­tet, dort saß ich vor Wind und Son­ne geschützt und war­te­te. Immer wie­der der Blick in die Wüs­te. Plötz­lich waren sie da nach einer Wüs­ten­wan­de­rung von 125 Mei­len (ca. 201 km) Län­ge. Zwei der durs­ti­gen sehr klei­nen Per­so­nen klet­ter­ten an mir hoch und setz­ten sich auf mei­ne Schen­kel. Ich gab ihnen zu trin­ken aus Fla­schen, die ich hal­ten muss­te, weil sie zu schwer waren für ihre klei­nen Hän­de und Arme. Sie ver­füg­ten jedoch über sehr gro­ße Füße. Ich hör­te, sie sol­len mit die­sen selt­sa­men Füßen in der Lage sein, unbe­grenz­te Zeit bar­füs­sig auf Eis­flä­chen zu ste­hen, ohne zu frie­ren.

 

/ Bei Regen in Perugia
unter Fal­ter­tür­men
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