nachricht senden

° januar / februar 2020

Sen­den Sie eine Nach­richt oder einen Kom­men­tar an mich oder auch an Noe Moritz Pape, der die­sen Ort viel­leicht ein­mal wahr­neh­men wird. Ich freue mich auf Ihre Gedan­ken, Hin­wei­se und auch natür­lich auf kri­ti­sche Ein­wän­de. Da sich in der digi­ta­len Sphä­re von Zeit zu Zeit Stim­men mel­den, deren Bei­trä­ge von mir geprüft wer­den soll­ten, wer­de ich jede der hier gesen­de­ten Depe­schen zunächst lesen. Ich ant­wor­te so rasch wie mög­lich. Soll­ten Sie mir eine Nacht­richt unter 4 Augen sen­den wol­len, schi­cken Sie mir bit­te eine Mail. / Andre­as Lou­is Sey­er­lein

1 Kommentare

  1. andreas louis seyerlein

    Mein lie­ber Noe Moritz Pape, manch­mal erfin­de ich eine Geschich­te. Kurz dar­auf ver­ges­se ich die Geschich­te oder ver­lie­re sie wie­der aus den Augen. Wenn ich die Geschich­te nach Wochen oder Jah­ren wie­der­fin­de, scheint sie zu einer wirk­li­chen Geschich­te gewor­den zu sein, das ist selt­sam. Auch weil Geschich­ten, die ein­mal erfun­den wor­den sind, sich Lebe­we­sen ähn­lich ver­hal­ten, sie machen sich immer wie­der bemerk­bar, wie die Geschich­te von Lou­is Kekkola’s Eis­buch Das Wal­fisch­or­ches­ter. Es war damals kurz nach vier Uhr gewe­sen, Däm­me­rung. Ich trug Hand­schu­he. Ich schal­te­te mein Ton­band­ge­rät an und sprach lei­se, in dem ich das zer­brech­li­che Buch­we­sen in Hän­den hielt. Kaum war eine Sei­te des Buches von mei­nen Augen abge­tas­tet, schloß ich den Kühl­schrank, ging in der Woh­nung spa­zie­ren und ließ mir alles, was ich gele­sen hat­te, durch den Kopf gehen. Dann kehr­te ich zurück und las mit damp­fen­dem Atem vor dem Kühl­schrank sit­zend wei­ter. Es war die nächs­te Sei­te, die ich vor­sich­tig unter mei­ne Augen­lu­pe nahm, auch sie war sehr ver­traut, sie war wie erlebt, ver­mut­lich des­halb, weil ich sie erin­nern konn­te. Manch­mal muss nur eine Nacht ver­ge­hen, manch­mal ein Jahr. In die­sem Febru­ar ist alles noch sehr frisch, noch unbe­rührt, noch ganz und gar Geschich­te und Erfin­dung. Wie Du ankommst in der Dun­kel­heit in der klei­nen Stadt Uum­man­n­aq hoch im Nor­den. Eine Dun­kel­heit, die blei­ben wird, wochen­lan­ge Licht­lo­sig­keit. Ein Ort für Dich ohne Vor­stel­lung zunächst wie die Welt der Stadt Uum­man­n­aq im Licht des Som­mers sich dar­stel­len könn­te. Eine Nach­bar­schaft ohne Men­schen, die Du befra­gen könn­test. Aber da ist etwas Licht auf dem Fjord und Dei­ne Beru­fung, die Dich nach Uum­man­n­aq führ­ten zur Polar­nacht­zeit. Du bist ein sorg­fäl­ti­ger Arbei­ter, ich bin froh, dass ich Dich ent­de­cken durf­te, dass ich in Gedan­ken von Dir hören konn­te, dass ich über Dich nach­den­ken, Dei­ner Spur fol­gen durf­te, ehe Du in der Dun­kel­heit ver­schwun­den bist, eine Wan­de­rer ver­mut­lich noch immer in der Eis­wei­te der Insel Grön­land. ich stel­le mir vor, wie Du ein­mal in Uum­man­n­aq ankom­men wirst, um nach­zu­se­hen wie die klei­ne Stadt im Licht der Son­ne auf Dich wir­ken wird, nach Spu­ren suchen einer Geschich­te, die sich im Dezem­ber 2018 ereig­net haben könn­te, eine Geschich­te von der Du erzähl­test, nach­weis­lich, weil Dei­ne Zei­len ent­deckt wur­den und an mich wei­ter­ge­reicht, was mei­ne per­sön­li­che Arbeit erst mög­lich mach­te. Viel­leicht wirst Du erin­nern, wenn Du Dei­nen Bericht lesen wirst, in einem klei­ne Café irgend­wo mit einem Zugang zur digi­ta­len Sphä­re. Öff­ne einen Brow­ser, suche nach Dei­nem Namen oder lies an die­ser Stel­le wei­ter. Mel­de Dich. Dein Lou­is

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