eine wiese

° januar / februar 2020

18.05 UTC — Die­se Wie­se ist kei­ne wil­de Wie­se, sie ist eine gestal­te­te Wie­se, Grä­ser und Blu­men der Wie­se sind von mensch­li­cher Vor­stel­lungs­kraft, Licht fan­gen­de Hal­me, sowie Blü­ten, die in sich Rechen­ker­ne tra­gen. Man kann die­se Wie­se besu­chen, sie soll recht hoch auf dem klei­nen Ahorn­bo­den über Hin­ter­riß zu fin­den sein. Die­se Wie­se, von der ich erzäh­le, ist eine Wie­se, in wel­cher Gän­se­blüm­chen blü­hen, auch selt­sa­mer­wei­se im Win­ter, bei Frost, gleich­wohl nach Tagen von Hit­ze und Dür­re. Wenn man sich in die Wie­se legt, um zu schla­fen, wird man sich wohl­füh­len. Und wenn man sich dann wie­der erhebt, erhe­ben sich auch die Hal­me und Blü­ten, die man nie­der­drück­te, weil man sich mit dem eige­nen Gewicht dort hin ableg­te. Sie ist also sehr gut gemacht. Wür­de man in der Wie­se ein­mal lie­gend Platz genom­men haben, könn­te man Amei­sen beob­ach­ten, die selt­sa­me Din­ge tun, und Libel­len, die selt­sa­me Flug­be­we­gun­gen voll­zie­hen, auch Mari­en­kä­fer, die in Schlan­gen­for­ma­tio­nen spa­zie­ren, als wären sie Ele­fan­ten. Ich hat­te zunächst gedacht, es han­de­le sich bei die­sen Geschöp­fen, um gestal­te­te Wesen, dass sie künst­lich sei­en. Aber dann nahm ich je einen Mari­en­kä­fer und eine Amei­se mit zu mir nach Hau­se, öff­ne­te und betrach­te­te sie unter einem Mikro­skop. Ich bemerk­te, die Tie­re waren feucht und sie hör­ten sofort auf zu leben. Sie waren genau­so gestal­tet, wie in Büchern beschrie­ben, wes­halb ich davon aus­ge­he, dass sie von den Blü­ten und Hal­men im Wesent­li­chen beein­flusst wur­den oder kom­man­diert von der Wie­se ins­ge­samt, die kei­ne wil­de Wie­se ist, sie ist eine gestal­te­te Wie­se, wie ich bereits sag­te, Licht fan­gen­de Hal­me, Blü­ten, die in sich Rechen­ker­ne tra­gen. Heu­te ist Mon­tag oder Diens­tag oder Sams­tag. — stop

 

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